Mit zwei kleinen, aber deftigen Kälteperioden hat der noch junge Winter seine ersten Duftmarken gesetzt. Was noch fehlt, ist der für Wintersportler gleichermaßen notwendige wie geliebte Schnee. Auch wenn die Wetterfrösche für die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel eher milde Temperaturen prognostizieren, ist man beim Loipenverbund Ostschwarzwald, einem Zusammenschluss der Städte Villingen-Schwenningen und Vöhrenbach, sowie der Gemeinde Unterkirnach für die Skisaison 2022/23 gerüstet.

Getreu dem Slogan „Langläufer leben länger“ dürfen sich die Breitensportler auf den neuen Winter freuen. Sobald es die Schneelage zulässt, wird das 46,5 Kilometer lange Streckennetz schon früh morgens präpariert. „Die Loipen vorzuhalten ist uns als Stadt Villingen-Schwenningen wichtig, ebenso ein Angebot direkt vor der Haustüre anbieten zu können. Niemand hat einen weiten Weg aus dem Stadtgebiet, man braucht nicht lange in der Gegend herum zu fahren und es ist zudem umweltgerecht“, sagte Villingen-Schwenningens Bürgermeister Detlev Bührer bei einem Pressegespräch.

Die Strecken sind allesamt auch landschaftlich sehr reizvoll und führen gleichermaßen über freie Wiesen, aber auch durch den Wald. Dort wo es möglich ist, gibt es eine Skating Piste und parallel dazu auch eine klassische Loipe. Und: Das Loipennetz ist gleichermaßen geeignet für Anfänger und Fortgeschrittene. „Wir realisieren hier eine interkommunale Zusammenarbeit, was nicht selbstverständlich ist. Mit einem Netz über 46,5 Kilometern Loipenlänge haben wir eine Verbundlösung und nicht nur ein tolles Angebot für die Bürger, sondern auch für die Feriengäste“, ergänzt Unterkirnachs Bürgermeister Andreas Braun.

Loipen im Schwarzwald: Service seit 2011

Der Loipenverbund Ostschwarzwald bietet seinen Service bereits seit dem Jahr 2011 an. Während in der Doppelstadt das Forstamt für die Streckenpräparation verantwortlich zeigt, bewirtschaftet Unterkirnach seinen Streckenabschnitt mit eigenem Personal. In Vöhrenbach ist es der örtliche Skiclub, der die Strecke präpariert. „Der Skiclub hat ein neues Spurgerät gekauft, dafür sind wir sehr dankbar. Betreut wird es von der Familie Ruf“, so Vöhrenbachs Bürgermeister Heiko Wehrle.

Allen drei Kommunen ist eines wichtig: die Gewissheit zu haben, dass die Loipen in einem guten Zustand sind. Ähnlich der „Thurnerspur“ bei St. Märgen können die Skilangläuferinnen und Skilangläufer auch im Streckennetz des Loipenverbunds Ostschwarzwald an verschiedenen Orten einsteigen. Die meisten Loipen führen durch den Stadtwald. Das Loipennetz wird von frühmorgens als Tages-Loipe betrieben, es gibt also keinen Flutlichtbetrieb. Immer aktuell informieren die Anbieter auf der Homepage www.villingen-schwenningen.de in der Rubrik Loipenverbund Ostschwarzwald darüber, welche Loipen bereits gespurt sind. Außerdem kann der aktuelle Loipenzustand auch über das Loipentelefon unter 07721/82-1599 abgerufen werden.

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Das Breitensportangebot und der damit verbundene Service des Loipenverbunds Ostschwarzwald verursacht natürlich auch Kosten. Deshalb verweisen die Verantwortlichen auf den vorhandenen Loipenbändel. Diesen können die Langläuferinnen und Langläufer für die Saison 2022/23 für 10 Euro an verschiedenen Ausgabestellen erwerben. Für Kinder und Schüler ist die Loipennutzung kostenlos.

„Große Veränderungen gegenüber den Vorjahren hat es nicht gegeben. Kontrollen des Loipenbändels haben wir keine vorgesehen, aber wir animieren die Leute, dass sie selbst ihren Beitrag dazu leisten. Uns ist es einfach wichtig, dass wir den Wintersportlern aufzeigen, welche Leistungen hier gebracht werden. Es ist kein Standard, hier hängt ganz nett viel Arbeit dran“, setzen der Stellvertretende Leiter des Forstamts Villingen-Schwenningen, Roland Brauner und die Kollegen auf die Wertschätzung der Skilangläufer. Und: Im Vergleich zu Langlauf-Loipen im Alpenraum, ist das Loipenbändel im Loipenverbund Ostschwarzwald ein richtiges Schnäppchen. In Seefeld/Tirol müssen die Tagesgäste für die Loipennutzung pro Tag 12 Euro berappen. Und für die Schwarzwälder Wintersportler bleibt die Gewissheit nach der Skilanglauftour in der Heimat noch ein paar Euros für einen Einkehrschwung in den Gasthäusern entlang der Strecke im Portemonnaie zu haben.